____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Radioaktiver Abfall
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Radioaktive Abfälle, umgangssprachlich meist Atommßll genannt, sind radioaktive Stoffe, die nicht nutzbar sind oder aufgrund politischer Vorgaben nicht mehr genutzt werden dßrfen. Der meiste Atommßll entsteht durch die Nutzung der Kernenergie. Kleinere Mengen fallen in Medizin und Forschung an; einige Staaten haben erhebliche Altlasten aus der Entwicklung und Herstellung von Kernwaffen. Anfallende radioaktive Stoffe und davon kontaminiertes anderes Material werden durchwegs in Zwischenlagern verwahrt; die Handhabung hochradioaktiver Abfälle durch Endlagerung, Transmutation oder Wiederverwendung ist eine wichtige Aufgabe fßr die Menschheit.
Contents
⢠Entsorgung
⢠Konditionierung
⢠Endlagerung
⢠Wiederverwertung
⢠Transmutation
⢠Waffenproduktion
⢠Situation
⢠Rechtslage
⢠Kosten
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Glossar
⢠Fachartikel
⢠Fachbßcher
⢠Sachbßcher
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Herkunft beziehungsweise Entstehung
Der mengenmäĂig Ăźberwiegende Teil der Abfälle entsteht durch die Uranwirtschaft. Der grĂśĂte Teil mit rund 80 % der radioaktiven Abfälle stammt aus dem Uranabbau (Abraum und Tailings) und wird in der Nähe des jeweiligen Uranbergwerks deponiert. Hochradioaktive Abfälle entstehen Ăźberwiegend durch Kernspaltung und Neutroneneinfang in Kernreaktoren. Vergleichsweise geringe Mengen radioaktiver Abfälle stammen aus der Anwendung radioaktiver Substanzen in Medizin, Industrie und Forschung.
Radioaktive Abfälle entstehen auch, wenn Materialien beim Umgang mit radioaktiven Stoffen kontaminiert oder durch Neutronenstrahlung aktiviert wurden. Beispielsweise sind folgende Materialien radioaktiv kontaminiert:
⢠Bauschutt aus dem Rßckbau von Kernkraftwerken
⢠ausgediente Werkzeuge und Geräte aus Kernkraftwerken
⢠Putzlappen, Arbeitskleidung, Verpackungen
⢠Putzwasser, auch als Verdampferkonzentrat
⢠Spritzen und Kanßlen sowie Präparate und Abwässer aus der Nuklearmedizin
Aktiviert werden insbesondere
⢠Metallische Bauteile von Kernreaktoren, die beim Rßckbau von Kernkraftwerken anfallen.
Klassifikation nach Aktivität
Radioaktive Abfälle werden international in schwach-, mittel- und hochradioaktive Abfälle eingeteilt (low-, intermediate- und high-level waste, LLW, ILW und HLW). Je nach Art und Energie der Strahlung und insbesondere deren Aktivität und Halbwertzeit sind unterschiedliche Abgrenzungskriterien in Gebrauch.cite-ref-1[1] Die Internationale Atomenergie-Agentur IAEO hat 1981 folgende Einteilung vorgenommen:cite-ref-2[2]
⢠Hochradioaktive Abfälle erzeugen aufgrund ihrer hohen Aktivität (> 1014 Bq/mÂł; typisch 5¡1016 â 5¡1017 Bq/mÂł) erhebliche Zerfallswärme (typisch 2 bis 20 Kilowatt/mÂł);
⢠Mittelradioaktive Abfälle (1010 â 1015 Bq/mÂł) erfordern AbschirmmaĂnahmen, aber kaum oder gar keine KĂźhlung;
⢠Schwachradioaktive Abfälle (<1011 Bq/m³) erfordern bei Handhabung oder Transport keine Abschirmung.
Der hochradioaktive Abfall hat einen relativ geringen Mengenanteil (in Deutschland ca. 10 %), enthält aber den ganz ßberwiegenden Teil (ca. 99,9 %) der gesamten Radioaktivität. In der Üffentlichen Diskussion um die Endlagerfrage geht es im Wesentlichen um solche hochradioaktiven Spaltprodukte aus der Kernenergienutzung. Fßr schwach- und mittelaktive (keine Wärme entwickelnden) Abfälle werden in verschiedenen Staaten Endlager betrieben oder vorbereitet. Als weltweit erstes Endlager fßr hochradioaktive Abfälle erhielt 2015 das Endlager Onkalo in Olkiluoto in Finnland die Baugenehmigung. Mit der Einlagerung von verbrauchten Brennelementen soll Mitte der 2020er Jahre begonnen werden.
Abklingzeiten von Nuklidgemischen
Die Aktivität einzelner Radionuklide klingt exponentiell ab. Nach einer Halbwertszeit beträgt sie nur noch die Hälfte des Anfangswerts, nach zwei Halbwertszeiten ein Viertel, nach zehn Halbwertszeiten rund ein Tausendstel (2â10=1/1024), nach zwanzig Halbwertszeiten rund ein Millionstel. Erst wenn die Aktivität auf das Niveau der natĂźrlichen Radioaktivität abgesunken ist, sind keine StrahlenschutzmaĂnahmen mehr erforderlich. Je nach Anfangswert kĂśnnen dafĂźr einige wenige bis Ăźber zwanzig Halbwertszeiten nĂśtig sein.
Fßr eine gegebene Anfangsmenge radioaktiver Atomkerne sind Anfangsaktivität und Halbwertszeit umgekehrt proportional zueinander. Beispielsweise strahlt durch Neutroneneinfang aktiviertes Aluminium heftig, hat aber eine Halbwertszeit von nur wenigen Minuten, so dass die Aktivität nach einer Stunde vernachlässigbar und nach einem Tag nicht mehr nachweisbar ist. Die gleiche Menge frisch aktivierter 60Co-Kerne hat eine wesentlich geringere Anfangsaktivität, die jedoch monatelang nahezu unverändert bleibt, da die Halbwertszeit 5,27 Jahre beträgt.
Radioaktive Abfälle aus Neutronenaktivierungen sind nur in den seltensten Fällen isotopenrein. In aller Regel enthalten sie Mischungen verschiedenster Nuklide mit sehr unterschiedlichen Halbwertszeiten. Dadurch erfolgt das Abklingen anders als nach der exponentiellen Regel, die sich nur jeweils auf einzelne Isotope bezieht. Beispielsweise enthält der Werkstoff Aluminium auĂer dem chemischen Element Aluminium stets auch Beimischungen von Kupfer und Zink und Spuren von Nickel und Cobalt. Alle diese Elemente werden durch Neutroneneinfang aktiviert, wenn sie als Werkstoff in einem Reaktor eingesetzt sind. Nach dem Ende der Neutronenbestrahlung dominiert zunächst die zuvor erwähnte kurzlebige Radioaktivität des Aluminiums. Nach zehn Minuten aber sinkt die Gesamtaktivität nicht exponentiell weiter, sondern es tritt die langlebigere Aktivität des aktivierten 64Cu in den Vordergrund. Nach zwei Wochen ist auch das 64Cu fast vollständig zerfallen, nun aber zeigt sich die noch langlebigere Aktivität von 65Zn mit einer Halbwertszeit von 244 Tagen. Es kann deshalb sein, dass man das WerkstĂźck viele Jahre lang sicher verwahren muss, bevor seine Restaktivität vernachlässigbar ist. Aus diesem Grund werden in kerntechnischen Anlagen, wenn mĂśglich, Legierungen mit besonderer Zusammensetzung verwendet, insbesondere cobaltfreie Stähle.
Ăhnliches gilt, auf anderen Zeitskalen, fĂźr radioaktive Abfälle aus Kernkraftwerken. Dort kommen die folgenden wesentlichen Stoffgruppen vor:
⢠Spaltprodukte, also die bei der Kernspaltung entstehenden âBruchstĂźckeâ in abgebrannten Brennstäben. Sie bilden die Hauptmenge aller radioaktiven Abfälle, sind zum grĂśĂten Teil sehr kurzlebig (z. B. Iod-131 etc.), jedoch sind auch einige längerlebig (z. B. Cäsium-137, Strontium-90 etc.) oder langlebig (z. B. Iod-129 etc.).
⢠Aktivierungsprodukte. Dies sind ursprßnglich nichtradioaktive Materialien aus dem Reaktor oder dessen Umgebung, die durch Neutroneneinfang von Spalt-Neutronen in radioaktive Nuklide umgewandelt wurden (prominentestes Nuklid ist hier Cobalt-60).
⢠ErbrĂźteter Kernbrennstoff, z. B. Plutonium-239, das durch Neutroneneinfang und zwei anschlieĂende Betazerfälle aus Uran-238 gebildet wird, sowie das aus Plutonium-239 durch zwei Neutroneneinfänge erbrĂźtete Plutonium-241.
⢠ErbrĂźtete weitere Transurane, wie z. B. Neptunium-237, die entstehen, wenn Uran-235 durch Neutroneneinfang nicht gespalten wird, sondern stattdessen das entstehende Uran-236 sich durch einen weiteren Neutroneneinfang in Uran-237 umwandelt, das sich anschlieĂend durch Betazerfall in das Neptuniumisotop umwandelt. Ein weiteres Beispiel ist Americium-241, das durch mehrfachen Neutroneneinfang aus Plutonium-239 Ăźber Plutonium-240 und -241 mit nachfolgendem Betazerfall entsteht.
⢠Unverbrauchter ursprßnglicher Brennstoff (Uran-235, Plutonium-239 und -241).
⢠Unverändertes Uran-238 des ursprßnglichen Brennstoffs.
Wegen der hohen Anfangsaktivität sind frisch abgebrannte Brennstäbe nicht transportfähig; sie werden in einem Abklingbecken aufbewahrt. Danach ist eine jahrzehntelange Zwischenlagerung erforderlich.
Wiederaufbereitungsanlagen sollen unverbrauchten und erbrßteten Brennstoff zur Wiederverwendung vom radioaktiven Abfall abtrennen. Dadurch wird das Volumen an hochradioaktivem Abfall stark verringert, das Volumen an mittel- und schwachradioaktiven Abfällen steigt.
Der Gehalt an Radionukliden und deren Mischungsverhältnis ist von vielen Faktoren abhängig, insbesondere von der Art, Herkunft und Vorgeschichte des Abfalls.
Anfallende und angefallene Mengen
Nach Angaben der World Nuclear Association entstehen Jahr fßr Jahr 12.000 Tonnen hochradioaktive Abfälle. Bis Ende 2010 sind weltweit etwa 300.000 Tonnen hochradioaktiven Abfalls angefallen, davon etwa 70.000 in den USA.cite-ref-3[3] In den deutschen Atomkraftwerken wurden vor der Abschaltung der letzten Werke im Jahr 2023 jährlich rund 450 Tonnen hochradioaktive abgebrannte Brennelemente erzeugt.
In Russland lagerten 2008 mehr als 700.000 Tonnen radioaktiven Mßlls unterschiedlicher Strahlung, davon 140.000 Tonnen aus europäischen Kernkraftwerken.cite-ref-4[4] An der Hanford Site in den USA mßssen etwa 200.000 Kubikmeter radioaktiven Materials entsorgt werden.cite-ref-weltspiegel2011-5-0[5] Das weltweit erste Endlager fßr hochradioaktive Abfälle Onkalo in Finnland hat eine Kapazität von 6500 Tonnen und ist fßr die Aufnahme der verbrauchten Brennelemente der fßnf Kernkraftwerke in Olkiluoto und Loviisa ausgelegt.
FĂźr das im RĂźckbau befindliche AKW Biblis erwartet der Betreiber Stand 2022 eine Gesamtmenge von 63.000 Tonnen radioaktiver Reststoffe aus den Kontrollbereichen beider BlĂścke. 55.000 Tonnen davon sollen zur Freigabe gelangen und letztlich auf einer herkĂśmmlichen Deponie gelagert werden. Ca. 5800 Tonnen kĂśnnen voraussichtlich nicht freigegeben werden und mĂźssen als radioaktiver Abfall entsorgt werden.cite-ref-6[6]
Entsorgung
Konditionierung
Durch die Konditionierung werden die radioaktiven Abfälle in einen chemisch stabilen, in Wasser nicht oder nur schwer lÜslichen Zustand ßberfßhrt und den Anforderungen von Transporten und Endlagerung entsprechend verpackt. Je nach Material werden dazu unterschiedliche Verfahren verwendet.
Hochradioaktive SpaltproduktlÜsungen, die bei der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente anfallen, werden in Glas eingeschmolzen. Die dabei entstehenden Glaskokillen sind korrosionsfest und unlÜslich in Wasser. Zusätzlich werden sie wasserdicht in Edelstahlbehälter verpackt.
Forscher entdeckten jedoch, dass die Actinoide (Uran, Neptunium, Plutonium) im Atommßll mit dem Borglas, aus dem die Kokillen bestehen, unter Wassereinfluss reagieren kÜnnen, wenn die Edelstahlumhßllung durch Korrosion undicht wird. Die dabei entstehenden Kristalle kÜnnten theoretisch das Glas zerstÜren. Andere Forscher halten jedoch die ZerstÜrung des Glases trotz der Reaktionen fßr unmÜglich, weil im realen Atommßll die Konzentration der Actinoide dafßr zu gering wäre.cite-ref-7[7]
Alternativ hierzu wird an der Einbindung in Keramik gearbeitet; hier ist ebenfalls eine chemisch stabile Lagerung gewährleistet.
Andere radioaktive Abfälle werden â je nach Art â durch unterschiedliche Verfahren (zum Beispiel Verbrennen, Verpressen) in eine mĂśglichst raumsparende, chemisch stabile Form gebracht und anschlieĂend in der Regel in einer chemisch stabilen, wasserunlĂśslichen Matrix (Zement, Bitumen) fixiert. Hierbei kĂśnnen teilweise radioaktive Stoffe verwertet werden, unter anderem finden radioaktive LĂśsungen zum Anmischen von Zement bei der Fixierung anderer Abfälle Verwendung und aus schwach radioaktivem Stahlschrott werden beispielsweise Abschirmplatten fĂźr Behälter gefertigt.
Endlagerung
â
Hauptartikel
:
Endlager (Kerntechnik)
Aufgrund der langen Zeiträume sowie durch die Radioaktivität sind die Lagermaterialien nicht notwendigerweise dauerhaft in der Lage, die eingebundenen Stoffe zurĂźckzuhalten. Daher ist die sichere Lagerung des verarbeiteten MĂźlls entscheidend. Selbst nach Zerfall der Lagerbehälter soll ein Transport der radioaktiven Substanzen durch das Gestein sehr langsam erfolgen. Die geologischen Eigenschaften des Gebirges mĂźssen dabei den sicheren Einschluss der radioaktiven Stoffe gewährleisten, so dass diese nicht in die Biosphäre gelangen kĂśnnen. Ăber lange Zeiträume kĂśnnten chemische Reaktionen im Endlager dann eine Rolle spielen, wenn Wasser in den Endlagerbereich vordringt. Neben der Korrosion von Lagerbehältern kĂśnnten mit den im Abfall vorhandenen Radionukliden eine Vielzahl von Reaktionen auftreten: AuflĂśsung und Fällungsreaktionen, Redoxreaktionen, Komplexbildungsreaktionen, Radiolyse und Kolloidbildung. FĂźr diesen Fall muss dann ein Radionuklidtransport im Bereich des Endlagers angenommen werden. Die Untersuchungen zur Schaffung von Warnzeichen und Warnsymbolen, die Ăźber Jahrtausende auf die eingelagerten radioaktiven Stoffe hinweisen, werden unter dem Begriff Atomsemiotik zusammengefasst.
An die Erkundung, Einrichtung, den Betrieb und auch die Sicherung von Endlagern fßr radioaktive Stoffe sind prinzipiell die gleichen Anforderungen zu stellen wie an Endlager fßr nicht-radioaktive hochtoxische Stoffe. Als Endlagerstätten werden etwa SalzstÜcke in geologisch stabilen Gesteinsschichten diskutiert. Auch Granit, Tongestein oder Tuff kommen als Wirtsgesteine in Frage. Fßr schwach- und mittelradioaktive Abfälle wird das Endlager Schacht Konrad gebaut. Fßr hochradioaktive Abfälle ist die Frage der Endlagerung in Deutschland noch offen. Die seit 1979 andauernde Erkundung des Standortes im Salzstock Gorleben-Rambow in Norddeutschland wurde im Oktober 2000 durch das BMUB unterbrochen; zurzeit soll eine neue Standortsuche stattfinden, bei der Gorleben und andere Standorte miteinbezogen werden (Stand 2015).cite-ref-8[8] Der Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandort (AkEnd) wurde beauftragt, wissenschaftlich fundierte Kriterien fßr ein relativ sicheres Endlager aufzustellen. Der Bericht des AkEnd war bereits 2002 vorgelegt worden.
2011 beschloss die EU-Kommission eine neue Richtlinie zur sicheren Entsorgung radioaktiver Abfälle.cite-ref-9[9]cite-ref-10[10] Demnach mĂźssen alle 14 kernenergie-nutzenden Länder bis 2015 eine LĂśsung fĂźr die Endlagerung radioaktiver Abfälle finden. Andernfalls kann BrĂźssel rechtlich gegen säumige Staaten vorgehen und vor dem Europäischen Gerichtshof ein Vertragsverletzungsverfahren anstrengen.cite-ref-11[11] Hierbei mĂźssen die Staaten zwar nationale Pläne vorlegen, es kĂśnnen aber auch mehrere Mitgliedsstaaten beschlieĂen, gemeinsam ein Endlager in einem EU-Staat zu nutzen. Exporte radioaktiver Abfälle in Staaten auĂerhalb der EU wurden mit der neuen Richtlinie nicht explizit verboten. Sie sind unter der Auflage erlaubt, dass im Zielland bereits ein Endlager in tiefen geologischen Formationen in Betrieb ist.cite-ref-12[12] Der Transport von AtommĂźll in afrikanische, karibische, pazifische Länder sowie die Antarktis ist jedoch bereits seit längerem durch entsprechende Richtlinien verboten.cite-ref-13[13]
2015 erteilte die finnische Regierung die Baugenehmigung fßr das Endlager ONKALO fßr hochradioaktive Abfälle. Stand Februar 2022 wird eine ErÜffnung im Jahr 2024 oder 2025 erwartet.cite-ref-14[14]
Wiederverwertung
Unter Umständen ist eine Nutzung des hochradioaktiven Abfalls ßber eine Erzeugung von neuem Kernbrennstoff in Brutreaktoren hinaus denkbar. Unter den Spalt- und Zerfallsprodukten befinden sich wertvolle Stoffe wie Rhodium, Ruthenium und das radioaktive Element Technetium. Da die heutigen Leichtwasserreaktoren nur etwa 5 % der Energie verwenden, die in neuen Brennelementen vorhanden ist, ist hier ein Potential vorhanden.
Viele radioaktiv kontaminierte Stoffe kĂśnnen â soweit wirtschaftlich sinnvoll â gereinigt (Dekontamination) und bei erwiesener Kontaminationsfreiheit bzw. Grenzwertunterschreitung (Freimessen) normal weiter genutzt werden. Des Weiteren kĂśnnen radioaktive Reststoffe in der Kerntechnik weiterverwendet werden; so wird z. B. schwachradioaktiver Stahlschrott zu Abschirmungen fĂźr Abfallbehälter verarbeitet.
Ein seit den 1950er Jahren in Entwicklung befindliches Konzept zur energetischen Wiederverwertung von radioaktiven Abfällen ist der Laufwellen-Reaktor. Wie beim Brutreaktor erbrßtet dieser seinen Brennstoff, kann aber unter anderem auch mit Rohuran oder bereits abgebranntem Kernbrennstoff betrieben werden und so die Rßckstände seiner eigenen Produktion wiederverwerten. Theoretisch ist es so mÜglich, Material als Brennstoff zu verwenden, das derzeit als radioaktiver Abfall angesehen wird. Dies wßrde zur etwa 20- bis 50-mal effizienteren Nutzung von Kernbrennstoff beitragen. Die dafßr nÜtige Technologie wird seit den 1970er Jahren entwickelt, wurde jedoch bis jetzt in nur wenigen kommerziellen Reaktoren umgesetzt.
Die einzigen Brutreaktoren in kommerziellem Betrieb sind heute der russische BN-600 und das Nachfolgemodell BN-800, beide im russischen Kernkraftwerk Belojarsk in Saretschny. Der BN-800 speist seit dem 10. Dezember 2015 Strom ins russische Netz ein und arbeitet seit dem 31. Oktober 2016 im kommerziellen Leistungsbetrieb.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]
Australien plant zurzeit (Stand 2015) den Bau von Brutreaktoren der Baureihe PRISM (General Electric und Hitachi) zur Wiederverwertung von radioaktivem Abfall.cite-ref-17[17]cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]
Auch der Dual-Fluid-Reaktor kÜnnte, wenn er realisiert werden sollte, alte Brennstäbe als Brennstoff verwenden.
Transmutation
â
Hauptartikel
:
Transmutation
Es gibt Vorschläge,cite-ref-20[20] die langlebigen Nuklide aus hoch radioaktiven Abfällen in geeigneten Anlagen (spezielle Reaktoren, Spallations-Neutronenquellen) durch Neutronenbeschuss in kurzlebige Nuklide umzuwandeln, was die notwendige Dauer des Abschlusses von der Biosphäre erheblich verkßrzen und evtl. sogar eine Wiederverwertung der entstehenden Materialien ermÜglichen wßrde. Die entsprechenden Forschungen in der Transmutation sind jedoch noch in den Anfängen. Bisher wurde weltweit noch keine produktive Transmutationsanlage zur Beseitigung nuklearer Abfälle verwirklicht, lediglich im Rahmen von Forschungsprojekten wurden kleine Anlagen realisiert.
Legale Entsorgung in Meergewässern
| Region | Land | Zeitraum der Entsorgung | Menge (TBq) |
|---|---|---|---|
| Atlantik | Belgien | 1960â1982 | 2 120,0 |
| Atlantik | Frankreich | 1967â1969 | 353,0 |
| Atlantik | Deutschland | 1967 | 0,2 |
| Atlantik | Italien | 1969 | 0,2 |
| Atlantik | Niederlande | 1967â1982 | 336,0 |
| Atlantik | Schweden | 1969 | 3,2 |
| Atlantik | Schweiz | 1969â1982 | 4 419,0 |
| Atlantik | Vereinigtes KĂśnigreich | 1949â1982 | 35 078,0 |
| Atlantik | Vereinigte Staaten | 1949â1967 | 2 942,0 |
| Atlantik | Zwischensumme Atlantik | | 45 252,0 |
| Pazifik | Japan | 1955â1969 | 15,0 |
| Pazifik | Korea, Republik | 1968â1972 | Unbekannt |
| Pazifik | Neuseeland | 1954â1976 | 1,0 |
| Pazifik | Russische FĂśderation | 1992â1993 | 1,4 |
| Pazifik | Sowjetunion (ehemalig) | 1966â1991 | 707,0 |
| Pazifik | Vereinigte Staaten | 1946â1976 | 554,0 |
| Pazifik | Zwischensumme Pazifik | | 1 278,0 |
| Arktis | Sowjetunion (ehemalig) | 1960â1992 | 90 152,0 |
| Arktis | Zwischensumme Arktis | | 90 152,0 |
| Gesamt | Gesamt | | 136 682,0 |
Die erste Meeresentsorgung radioaktiver Abfälle fand 1946 etwa 80 km vor der KĂźste Kaliforniens im Nordostpazifik statt. In den darauffolgenden 48 Jahren entsorgten 13 Länder radioaktive Abfälle mit einer Aktivität von insgesamt fast 140 Petabecquerel in den Weltmeeren. Diese Abfälle lassen sich in flĂźssige und feste schwach radioaktive Abfälle sowie Reaktordruckbehälter ohne oder mit beschädigtem Kernbrennstoff unterteilen. Etwa zwei Drittel der gesamten Radioaktivität stammen von sechs sowjetischen U-Boot-Reaktoren und der Abschirmung eines Atomeisbrecher-Reaktors, die mit beschädigtem Brennstoff in der arktischen Karasee entsorgt wurden. Das verbleibende Drittel wurde durch die Entsorgung verpackter, schwach radioaktiver Feststoffe im Nordostatlantik verursacht, hauptsächlich durch das Vereinigte KĂśnigreich und sieben weitere europäische Staaten. Von geringerer Bedeutung sind die Entsorgungen flĂźssiger und fester Abfälle in der Arktis und im Pazifik, die jeweils weniger als 1 % der weltweit entsorgten Radioaktivität ausmachen. Die Entsorgungen im Nordostatlantik begannen 1950 in kleinem MaĂstab, stiegen dann stetig an und erreichten in den frĂźhen 1980er Jahren mit 5 bis 7 PBq pro Jahr ihren HĂśhepunkt, bevor 1983 ein freiwilliges Moratorium fĂźr schwach radioaktive Abfälle eingefĂźhrt wurde. Die Arktis wurde als Entsorgungsgebiet von 1960 bis 1992 genutzt. Hochradioaktive Abfälle wurden vorwiegend vor Inkrafttreten der Londoner Konvention im Jahr 1975 versenkt, 1981 wurde allerdings ein U-Boot mit zwei Reaktoren samt Kernbrennstoff entsorgt. Der Pazifik wurde zwischen 1946 und 1993 zur Entsorgung verwendet. Während einige Länder nur sporadisch kleine Mengen ins Meer entsorgten, nutzten andere die Meeresentsorgung regelmäĂig als Alternative zu landbasierten Methoden.cite-ref-iaea-1994-21-1[21]
Die versenkten Abfallbehälter waren nicht darauf ausgelegt, die Radionuklide dauerhaft am Meeresboden einzuschlieĂen. Man ging davon aus, dass die Behälter im Laufe der Zeit ihre Dichtheit verlieren, wodurch Radionuklide freigesetzt, groĂräumig verdĂźnnt und Ăźber längere Zeiträume abgebaut werden, bevor sie in Kontakt mit der menschlichen Umwelt gelangen kĂśnnen. Die Aktivitätskonzentrationen infolge des Fallouts von Kernwaffentests sind im Nordostatlantik vielfach hĂśher. Im November 1993 wurde das zuvor geltende Moratorium durch ein dauerhaftes und uneingeschränktes Verbot der Entsorgung radioaktiver Abfälle im Meer ersetzt, das im Februar 1994 in Kraft trat. Seitdem herrscht weltweit Einigkeit darĂźber, dass radioaktive Abfälle sicher an Land endgelagert werden mĂźssen.cite-ref-22[22]
Die Einleitung von radioaktiv belastetem Wasser aus kerntechnischen Anlagen in Gewässer ist weltweit nach wie vor ein gängiges Verfahren. Das Wasser wird zuvor behandelt, sodass es nur geringe Mengen radioaktiver Isotope enthält, insbesondere Tritium, das nicht vollständig entfernt werden kann. Die Freisetzung von Tritium liegt meist weit unter den festgelegten Grenzwerten. Relevante Auswirkungen auf die Umwelt sind nicht bekannt.cite-ref-23[23]
Lagerung unter freiem Himmel
Die offene Lagerung von radioaktivem Abfall unter freiem Himmel ist in Westeuropa in keinem Staat zugelassen. Die offene Lagerung von Behältern mit radioaktivem Abfall unter freiem Himmel ist wegen der unter Wetterbedingungen und Sonneneinstrahlung stärkeren Korrosion der Lagerbehälter problematisch. In Mitteleuropa ist die andauernde offene Lagerung von Behältern mit radioaktivem Abfall in keinem Land politisch erwßnscht oder legal zulässig.
Als politischer Ausweg wird der Export von Behältern mit radioaktivem Abfall von verschiedenen Regierungen als legale MaĂnahme gefĂśrdert. Eine Kontrolle der ausländischen Lagerorte erfolgt in der Regel nicht. Die Lagerung wird von lokalen Sicherheitsbeamten in den Empfängerländern wegen mangelnder Bildung und vorrangigem wirtschaftlichen Partikularinteresse unkritisch kommentiert.
Hypothetische Szenarien eines Flugzeugabsturzes, Brandes oder eines ähnlichen Unfalles in der Nähe der Container sind mangels Vorbereitung weder durch VorsorgemaĂnahmen noch durch SofortmaĂnahmen zu beherrschen. Zuletzt aufgetretene Waldbrände in der Nähe von Lagerorten zeigen die Gefährdung der Atmosphäre durch Brände und Austrag der Asche mit dem Wind.
Im Oktober 2009 wurde durch die Berichterstattung um den Film Albtraum AtommĂźll Ăśffentlich bekannt, dass Frankreich seit den 1990er Jahren heimlich einen nicht unerheblichen Teil seines AtommĂźlls nach Sibirien transportiert. In der Stadt Sewersk, in der mehr als 100.000 Menschen leben, lagern knapp 13 % des franzĂśsischen radioaktiven Abfalls in Containern unter freiem Himmel auf einem Parkplatz.cite-ref-ts-100-24-0[24] Zudem wurde Ăśffentlich, dass Deutschland sogar in noch grĂśĂerem MaĂe radioaktiven Abfall nach Russland exportiert.cite-ref-ts-100-24-1[24] Es handelt sich hierbei um abgereichertes Uran in Form von Uranhexafluorid, welches weiterverarbeitet werden soll. Eine Lagerung unter freiem Himmel ist in vielen Ländern Ăźblich, die Radioaktivität dieses Abfalls liegt unterhalb der von Natururan.cite-ref-25[25]
Die kirgisische Stadt Mailuussuu ist umgeben von 36 nicht gesicherten Lagern von Uranabfällen und zählt zu den zehn am schlimmsten verseuchten Gegenden der Erde. Seit mindestens 2009 droht der Abrutsch von 180.000 Kubikmetern Uranschlamm in einen Fluss, wodurch das Trinkwasser in Kirgisistan und Usbekistan radioaktiv verseucht wßrde.cite-ref-26[26]
Illegale Entsorgung
Im September 2009 wurde 28 Kilometer vor der KĂźste SĂźditaliens das Wrack eines 110 Meter langen Frachters mit 120 Behältern AtommĂźll an Bord entdeckt. Damit wurde der seit Jahrzehnten bestehende Verdacht bestätigt, dass die italienische Mafia GiftmĂźll im Mittelmeer entsorgt.cite-ref-27[27] Mindestens 32 Schiffe mit Gift- und AtommĂźll sollen auf diese Weise in der Adria, dem Tyrrhenischen Meer und vor den KĂźsten Afrikas versenkt worden sein. Die Herkunft des radioaktiven Materials ist bislang nicht geklärt.cite-ref-taz-28-0[28] Es soll nicht nur die âNdrangheta beteiligt gewesen sein, sondern auch der Geheimdienst und die Politik â manche der damaligen Ermittler dĂźrfen âaus institutionellen GrĂźndenâ nicht Ăźber die Vorfälle sprechen. Es gibt ungeklärte Todesfälle, die mit diesen Fällen in Zusammenhang gebracht werden. Auch chemischer GiftmĂźll ist offenbar so entsorgt worden.cite-ref-29[29]
Nach Aussagen eines Mafia-Kronzeugen sollen Millionen Tonnen hochgiftiger MĂźll rund um Neapel vergraben worden sein, darunter auch nuklearer MĂźll und AtommĂźll aus Deutschland, der hochradioaktive Gammastrahler enthält. Ărzte beklagen in dieser Gegend steigende Krebsraten, auch viele krebskranke Kinder. Die Polizei beschlagnahmte kontaminiertes GemĂźse.cite-ref-30[30]
In der Ostsee wurden zwischen 1991 und 1994 radioaktive und chemische Altwaffen aus sowjetischen Beständen illegal versenkt.cite-ref-31[31]
Waffenproduktion
Als Abfallprodukt bei der Anreicherung von Uran fßr die Energieerzeugung oder Waffenproduktion fällt abgereichertes Uran an. Dieses wird zum Teil genutzt, um damit Uranmunition zu produzieren. Neben dem militärisch erwßnschten zerstÜrenden Effekt entfaltet diese Munition sowohl wegen der Radioaktivität als auch wegen der chemischen Giftigkeit des Urans eine schädliche Wirkung auf den menschlichen Organismus. Uranmunition wurde in mehreren Konflikten eingesetzt, unter anderem im Zweiten Golfkrieg, den Jugoslawien-Kriegen und dem Irakkrieg 2003, wobei tausende Tonnen Munition verschossen wurden. Internationale Studien kamen zu dem Ergebnis, dass der Einsatz von abgereichertem Uran in betroffenen Gebieten meist keine signifikante Umweltbelastung darstellt; nur in unmittelbarer Nähe von Einschlagstellen kÜnnten erhÜhte Kontaminationswerte auftreten. Die gesundheitlichen Folgen, insbesondere ein Zusammenhang mit Krebs oder dem Golfkriegssyndrom, sind umstritten, da epidemiologische Daten fehlen und andere Risikofaktoren Krankheiten beeinflussen kÜnnen.cite-ref-32[32]
Beispielsweise wurden während eines dreiwÜchigen Einsatzes im Irakkrieg 2003 von der Koalition der Willigen zwischen 1000 und 2000 Tonnen abgereichertes Uran eingesetzt.cite-ref-33[33]
Entsorgung ohne genauen Nachweis
Im Dezember 2009 wurde der Ăffentlichkeit durch Recherchen des WDR-HĂśrfunkscite-ref-34[34] bekannt, dass bei der ErdĂśl- und ErdgasfĂśrderung weltweit jährlich Millionen Tonnen radioaktiver RĂźckstände anfallen, die grĂśĂtenteils ohne Nachweis und unsachgemäà (nämlich wie nicht-radioaktiver Abfall) entsorgt werden.cite-ref-tagesschau-l-und-gas-35-0[35] Im Rahmen der FĂśrderung an die Erdoberfläche gepumpte Schlämme und Abwässer enthalten TENORM-Stoffe (Technologically enhanced naturally occurring radioactive material), u. a. das hochgiftige und langlebige Radium 226 sowie Polonium 210. Die spezifische Aktivität der Abfälle beträgt zwischen 0,1 und 15.000 Becquerel (Bq) pro Gramm. In Deutschland, wo etwa 1000 bis 2000 Tonnen Trockenmasse im Jahr anfallen, ist das Material laut der dortigen Strahlenschutzverordnung von 2011 bereits ab 1 Bq pro Gramm ĂźberwachungsbedĂźrftig und mĂźsste gesondert entsorgt werden. Die Umsetzung dieser Verordnung wurde der Eigenverantwortung der Industrie Ăźberlassen; diese beseitigte die Abfälle Ăźber Jahrzehnte hinweg sorglos und unsachgemäĂ. Es sind Fälle dokumentiert, in welchen Abfälle mit durchschnittlich 40 Bq/g ohne jede Kennzeichnung auf einem Betriebsgelände gelagert wurden und auch nicht fĂźr den Transport gekennzeichnet werden sollten.cite-ref-dlf-hintergrund-36-0[36]
In Ländern mit grĂśĂeren gefĂśrderten Mengen von Ăl oder Gas entstehen deutlich mehr Abfälle als in Deutschland; in keinem Land existiert eine unabhängige, kontinuierliche und lĂźckenlose Erfassung und Ăberwachung der kontaminierten RĂźckstände aus der Ăl- und Gasproduktion. Die Industrie geht mit dem Material unterschiedlich um: In Kasachstan sind weite Landstriche durch diese Abfälle verseucht, in GroĂbritannien werden die radioaktiven RĂźckstände in die Nordsee geleitet.cite-ref-tagesschau-l-und-gas-35-1[35]cite-ref-dlf-hintergrund-36-1[36]
In den Vereinigten Staaten gibt es in fast allen Bundesstaaten aufgrund der radioaktiven Altlasten aus der ErdÜlfÜrderung zunehmend Probleme. In Martha, einer Gemeinde in Kentucky, hat das Unternehmen Ashland Inc. tausende kontaminierte FÜrderrohre an Farmer, Kindergärten und Schulen verkauft, ihnen die Kontamination aber verschwiegen. Es wurden bis zu 11 ¾Sv pro Stunde gemessen. Die Grundschule und einige Wohnhäuser wurden nach Entdeckung der Strahlung geräumt.cite-ref-37[37]cite-ref-38[38]
In der japanischen Präfektur Fukushima wurde nach der Nuklearkatastrophe dort der radioaktive Mßll zum Teil auf Kinderspielplätzen und in Vorgärten vergraben, ebenso in Wälder und Bäche geworfen.cite-ref-39[39]
Verworfene Entsorgungskonzepte
Lagerung in den Polarregionen
Wissenschaftler erwogen auch die MĂśglichkeit, radioaktiven Abfall im Polareis zu lagern. Die Vorteile dieser Methode liegen in der geringen BevĂślkerungsdichte in den Polarregionen sowie in der Stabilität und enormen Dicke des Eises, die mehrere Kilometer beträgt. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich der Unsicherheit bei der Entsorgung und RĂźckholung des Abfalls. Zudem kĂśnnten zukĂźnftige Klimaveränderungen die Stabilität und Ausdehnung des Eises beeinträchtigen, was zur Freisetzung des Abfalls in die Umwelt fĂźhren kĂśnnte, falls das Eis schmilzt. Diese Option wäre zudem äuĂerst kostspielig, da die entlegenen und unwirtlichen Bedingungen zusätzliche Herausforderungen darstellen. DarĂźber hinaus verbietet der Antarktisvertrag von 1959 die Entsorgung radioaktiver Abfälle auf dem antarktischen Kontinent.cite-ref-40[40]
Entsorgung im Weltraum
Weiter gibt es Vorschläge, die atomaren Abfälle im Weltraum zu entsorgen. Neben der Lagerung in Asteroiden und auf anderen Planetencite-ref-41[41] gibt es auch Ăberlegungen, den MĂźll direkt in die Sonne zu schieĂen.cite-ref-cherkashin-42-0[42] Gelänge dies, wäre der AtommĂźll tatsächlich wirksam von der Biosphäre isoliert. Dem stehen allerdings die beim gegenwärtigen Stand der Technik immensen Kosten der raketenbasierten Raumfahrt entgegen, die schon allein fĂźr das Erreichen der Erdumlaufbahn anfallen wĂźrden. Beispielsweise betragen mit einer Proton-Rakete die Kosten etwa 4000 Euro fĂźr ein Kilogramm Nutzlast, in eine fĂźr die Entsorgung gänzlich ungeeignete erdnahe Umlaufbahn (LEO).cite-ref-43[43]cite-ref-futron-44-0[44]
Um die jährlich anfallende Menge von 12.000 Tonnen hochradioaktiven Abfalls ins Weltall zu befĂśrdern, mĂźssten jedes Jahr 2000 Raketen starten, etwa sechs pro Tag. Die etwa 300.000 Tonnen, die bis heute schon weltweit angefallen sind, mĂźssten zusätzlich entsorgt werden.cite-ref-45[45] Anderen Ăberlegungen zufolge lieĂe sich diese MĂźllmenge jedoch deutlich reduzieren, wenn man die abgebrannten Brennelemente im PUREX-Prozess auf hĂśchstradioaktiven RestmĂźll konzentrieren wĂźrde (auf ca. 1/20), womit eine Ăśkonomische Umsetzbarkeit realistischer wäre.cite-ref-46[46]
Als Alternative zu einem Transport mit der problematischen und teuren Raketentechnik werden auch ballistischecite-ref-cherkashin-42-1[42] und bodengestĂźtzte Antriebsmethoden diskutiert.cite-ref-coopersmith-47-0[47] Vorteile wären deutlich reduzierte Kosten Ăźber einen hĂśheren Nutzlast-Anteil und auch ein geringeres Unfallrisiko, u. a. da kein hochexplosiver Raketentreibstoff mitgefĂźhrt wĂźrde. Jedoch existiert noch keine vollständige technische LĂśsung, infrage kommende Technologieprototypen von Leichtgaskanonencite-ref-48[48] oder Railguns erreichen nur einen Teil der Fluchtgeschwindigkeit, die zum Ăberwinden des Erdgravitationsfeldes notwendig wärecite-ref-49[49] (siehe auch HARP- und SHARP-Projektecite-ref-50[50]).
Obwohl weiter an Verbesserungen und neuen Antriebstechnologien gearbeitet wird, z. B. das âAdvanced Propulsion Conceptsâ vom JPL, Lightcraftscite-ref-coopersmith-47-1[47]cite-ref-51[51]cite-ref-52[52] oder der Weltraumlift, welche die Transportkosten merklich verringern sollen, sind diese in der Entwicklung befindlichen Ansätze noch nicht in Reichweite einer technischen oder wirtschaftlichen Umsetzbarkeit.
Gefahren durch radioaktiven Abfall
Kritiker der Kernenergie argumentieren, dass die langfristige Sicherheit bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle nicht garantiert werden kÜnne. Es sei unrealistisch, die Leistungsfähigkeit eines technischen Systems fßr Zeiträume jenseits der menschlichen Zivilisation zu demonstrieren, da langfristige Vorhersagen grundsätzlich mit Unsicherheiten behaftet sind. Obwohl keine absolute Sicherheit garantiert werden kann, gelten katastrophale Ereignisse bei der Einlagerung von nuklearem Abfall in tiefe geologische Formationen dennoch als sehr unwahrscheinlich. Ein sehr vereinfachter Ansatz zur Bewertung der Sicherheit wurde von Bernard Cohen vorgeschlagen. Dieser Ansatz soll die Folgen eines Versagens bei der Entsorgung hochradioaktiven Abfalls (HLW) verdeutlichen und geht davon aus, dass sich vergrabener HLW wie durchschnittliches natßrliches Gestein verhält und sich im Laufe der Jahrtausende in Grundwasser auflÜst. Es wird weiter angenommen, dass das kontaminierte Grundwasser durch das Trinken aus kontaminierten Brunnen und Flßssen, die Aufnahme von pflanzlichen Lebensmitteln, die damit bewässert wurden, und den Verzehr von Fischen aus kontaminierten Flßssen aufgenommen wird. Diese Analyse fßhrt Cohen zu einer Schätzung von bis zu 0,02 Todesfällen infolge von HLW, die bei der Produktion von einem Gigawattjahr elektrischer Energie mit Kernkraft anfallen. Dies entspricht etwa 0,0023 Todesfällen pro Terawattstunde.cite-ref-54[53.1]cite-ref-55[54]
Drei Studien in den USA aus den Jahren 1977, 1987 und 2000 untersuchten das Strahlungsrisiko fĂźr die Ăffentlichkeit bei hypothetischen Unfällen während des Transports von abgebrannten Brennelementen. Die pessimistischste Schätzung stammt aus der Studie der Nuclear Regulatory Commission von 1977, die eine maximale Kollektivdosis in der GrĂśĂenordnung von 100 Mikrosievert fĂźr die GesamtbevĂślkerung annimmt. Die umfassendste und fundierteste Untersuchung fĂźr Transporte mit LKW oder Zug wurde schlieĂlich im Jahr 2000 von den Sandia National Laboratories durchgefĂźhrt. Die Ergebnisse dieser Studie zeigten die niedrigsten Dosiswerte, mit einer maximalen Kollektivdosis von 0,094 Mikrosievert.cite-ref-56[53.2]
In der Nordsee wurde Anfang der 1970er Jahre ein Anstieg der Aktivitätskonzentration von 137Cs nachgewiesen. Messungen haben gezeigt, dass auch die Wiederaufarbeitungsanlage im englischen Sellafield fĂźr diese Kontamination verantwortlich war. In den 1980er Jahren nahmen die Einleitungen ab, so dass diese Reduzierung auch in der Nordsee messbar wurde.cite-ref-57[55] Mit der Ernte von Blasentang in der Irischen See, der zu Nahrungs-, Futter- und DĂźngemittel verarbeitet wurde, gelangte radioaktiv belastetes Material in die Nahrungskette. Nach Untersuchungen des Ăko-Instituts sind die aufgenommenen Dosen Ăźber diesen Pfad allerdings relativ gering. Nach dieser Studie lagen die effektiven Dosen fĂźr den Abwasserpfad dieser Anlage bei 7,9 mSv/a (Millisievert pro Jahr) fĂźr den Erwachsenen und 7,7 mSv/a fĂźr das Kleinkind, während vergleichbare Werte fĂźr La Hague bei 2,3 bzw. 0,83 mSv/a lagen. Deutsche Grenzwerte der Strahlenschutzverordnung wären damit fĂźr Sellafield Ăźberschritten.cite-ref-58[56]
Unfälle mit radioaktivem Abfall
Eine Reihe von Vorfällen ereignete sich, als radioaktives Material nicht korrekt entsorgt wurde â beispielsweise auf einem Schrottplatz, von wo es zum Teil sogar gestohlen wurde â oder die Abschirmung während des Transportes defekt war.cite-ref-59[57]
In der Sowjetunion wurde Abfall aus der Kerntechnischen Anlage Majak, der im Karatschai-See entsorgt wurde, während eines Sturms in der Umgebung verteilt, nachdem der See teilweise ausgetrocknet war.cite-ref-60[58]
In einer Entsorgungsfabrik fĂźr schwach-radioaktive Materialien in Maxey Flat, Kentucky, sind Entsorgungsgruben, die nur mit Erde anstelle von Stahl oder Zement bedeckt waren, durch starken Regen eingestĂźrzt und fĂźllten sich mit Wasser. Das eingedrungene Wasser wurde kontaminiert und musste in der Entsorgungsfabrik selbst behandelt werden.
Der Uranbrennstoff fßr Fermis Chicago Pile-1 wurde aus Uranerz durch die Firma G. Mallinckrodt & Co in St. Louis hergestellt. Der dabei entstandene radioaktive Abfall lagert, mehr oder weniger geheim gehalten, auf einer dortigen Deponie. Bei starken Regenfällen wurde radioaktives Material in den benachbarten Bach Coldwater Creek gespßlt. Es gibt bis heute Proteste von Anwohnern gegen diese von dem Entsorgungsunternehmen Republic Services betriebene Deponie, da in der Umgebung eine erhÜhte Krebsrate zu verzeichnen ist.cite-ref-61[59]
In anderen Vorfällen mit radioaktivem Abfall sind Seen oder Teiche mit AtommĂźll während auĂergewĂśhnlich starker StĂźrme Ăźberflutet worden. Radioaktives Material gelangte dabei in FlĂźsse. Dies passierte beispielsweise in Italien, wobei auch als Trinkwasser geeignetes Wasser belastet wurde. In Frankreich ereignete sich im Sommer 2008 eine Reihe von Vorfällen,cite-ref-62[60] einer davon in der Nuklearanlage Tricastin, wo während einer Entleerungsaktion FlĂźssigkeit mit unbehandeltem Uran aus einem defekten Tank floss und dabei ungefähr 75 kg des radioaktiven Materials zunächst in den Boden sickerten und von dort in zwei nahegelegene FlĂźsse.cite-ref-63[61] In einem anderen Fall wurden 100 Mitarbeiter kleinen Dosen von Strahlung ausgesetzt. Der Tag dieses Ereignisses fiel in einen 15-tägigen Zeitraum, in welchem bei vier Fehlfunktionen in vier verschiedenen franzĂśsischen Kernkraftwerken insgesamt 126 Arbeiter verstrahlt wurden.cite-ref-64[62]
Die PlĂźnderung von altem, mangelhaft bewachtem radioaktivem Material war die Ursache fĂźr mehrere andere Vorfälle, bei denen Menschen gefährlicher Strahlung ausgesetzt wurden. Diese ereigneten sich meist in Entwicklungsländern, die weniger Vorschriften fĂźr den Umgang mit gefährlichen Stoffen haben, weniger generelle Aufklärung Ăźber Radioaktivität und deren Gefahren betreiben und zudem einen Markt fĂźr Metallschrott und geplĂźnderte GĂźter besitzen. Sowohl die PlĂźnderer selbst als auch die Käufer des Materials sind sich meist nicht bewusst, dass das Material radioaktiv ist, zumal es auch oft wegen seines ästhetischen Wertes ausgewählt wird.cite-ref-65[63] Unverantwortlichkeit auf der Seite der ursprĂźnglichen Besitzer des radioaktiven Materials â Ăźblicherweise Krankenhäuser, Universitäten oder das Militär â sowie das Fehlen oder die nicht konsequente Umsetzung von Vorschriften zum Umgang mit AtommĂźll sind maĂgebliche Faktoren, die zu derartigen Unfällen fĂźhren. Beispiele fĂźr solche Vorfälle sind der Goiânia-Unfall und der Nuklearunfall von Samut Prakan.
In den Nachfolgestaaten der UdSSR wurden zur Stromerzeugung in abgelegenen Gebieten seit 1976 1000â1500 Radioisotopengeneratoren (RTGs) hergestellt,cite-ref-wehrmed53-66-0[64] in welchen oft groĂe Mengen (bis zu Ăźber 100 kg) radioaktiven Materials, meist 90Sr, eingesetzt wurden.cite-ref-67[65] Alle diese Geräte haben mittlerweile ihre Lebensdauer Ăźberschritten. Aufgrund der schleppenden Demontage und Entsorgung durch die zuständigen BehĂśrden sowie der meist unzureichenden Sicherung dieser Anlagen kam es mindestens bis 2006 zu Freisetzungen strahlenden Materials durch Korrosion und insbesondere durch Metall-Diebstähle.cite-ref-68[66]
Auch aus Georgien wurde berichtet, dass Holzfäller in Wäldern die zurĂźckgelassenen Bestandteile der Isotopenbatterien ehemaliger mobiler militärischer Funkanlagen fanden.cite-ref-69[67] In Georgien wird von der IAEA und der georgischen Regierung aktiv nach sogenannten Orphan-Strahlern (âherrenlose Strahlerâ) gesucht, da es bereits zu schwerwiegenden Verletzungen kam. Neben den 90Sr enthaltenden RTGs sind das vor allem 137Cs-Quellen aus militärischer und landwirtschaftlicher Nutzung.cite-ref-wehrmed53-66-1[64]
Mit den atomgetriebenen RORSAT-Satelliten passierten diverse Unfälle, bei denen mehrere Reaktorkerne zurßck auf die Erde fielen und beispielsweise im Falle Kosmos 954 eine Fläche von 124.000 Quadratkilometern der kanadischen Nordwest-Territorien mit Atommßll kontaminiert wurde.
Radioaktive Abfälle in Deutschland
Situation
Fßr die Entsorgung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle wird in Deutschland das Bergwerk Schacht Konrad umgebaut. Diese Abfälle stellen 90 % des Gesamtvolumens dar, jedoch nur 1 % der Radioaktivität.
Obwohl seit Jahrzehnten technische Verfahren zur Konditionierung und Endlagerung erprobt werden, ist die Entsorgung fĂźr hochradioaktive Abfälle ungelĂśst. Insbesondere mittel- und hochradioaktive Abfälle stellen groĂe Herausforderungen an die Entsorgung dar. Aufgrund der langen Halbwertszeiten vieler radioaktiver Substanzen fordert die deutsche Gesetzgebung gemäà § 23 Abs. 4 StandAG eine sichere Lagerung Ăźber 1 Million Jahre.cite-ref-72[70] Die Halbwertzeit von Plutonium-239 beträgt 24.000 Jahre.
In Deutschland wird das Konzept der Endlagerung in tiefen geologischen Formationen favorisiert. Eines der Hauptargumente, mit dem Atomkraftgegner schon seit Jahren den Ausstieg aus der Atomtechnologie fordern, ist die nicht gesicherte Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Auch Atommßlltransporte geben immer wieder Anlass zu Demonstrationen fßr einen Atomausstieg. In Europa warten 8000 m³ HLW (high level waste, hochradioaktiver Abfall) in Zwischenlagern auf die Endlagerung, jährlich werden es 280 m³ mehr.cite-ref-73[71]
Rechtslage
Mit dem âGesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgungâcite-ref-74[72], welches Mitte 2017 in Kraft trat, wurden mehrere Gesetze beschlossen, die die Stilllegung und den RĂźckbau der kerntechnischen Anlagen in Deutschland regeln.
In Folge des âGesetz zur Errichtung eines Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgungâ (Entsorgungsfondsgesetz)cite-ref-75[73] entsteht eine rechtsfähige Stiftung des Ăśffentlichen Rechts mit der Bezeichnung âFonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgungâ mit dem Zweck, die Finanzierung aller anfallenden Kosten, zur sicheren Entsorgung der radioaktiven Abfälle aus der Kernenergie zu sichern.
Das âGesetz zur Regelung des Ăbergangs der Finanzierungs- und Handlungspflichten fĂźr die Entsorgung radioaktiver Abfälle der Betreiber von Kernkraftwerkenâ (EntsorgungsĂźbergangsgesetz)cite-ref-76[74] regelt die Ăbergabe der Finanzierungs- und Handlungspflichten der Betreiber von Kernkraftwerken.
Im âGesetz zur Transparenz Ăźber die Kosten der Stilllegung und des RĂźckbaus der Kernkraftwerke sowie der Verpackung radioaktiver Abfälle (Transparenzgesetz)âcite-ref-77[75] wird eine Auskunftspflicht der Betreiber gegenĂźber dem Bundesamt fĂźr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Ăźber verschiedene Aspekte des RĂźckbaus der eigenen Anlagen geschaffen.
Das letzte eingefĂźgte Gesetz, das âGesetz zur Nachhaftung fĂźr Abbau- und Entsorgungskosten im Kernenergiebereich (Nachhaftungsgesetz)âcite-ref-78[76], regelt die Haftung herrschender Unternehmen der jeweils anspruchsberechtigten KĂśrperschaft neben dem Betreiber, wenn dieser seine Ăśffentlich-rechtlichen Zahlungsverpflichtungen nicht erfĂźllt.
Kosten
Gemäà § 21 des deutschen Atomgesetzes ist der Verursacher von radioaktiven Abfällen verpflichtet, die Kosten fßr die Erkundung, Errichtung, sowie den Unterhalt von Anlagen zur geordneten Beseitigung des Abfalls zu tragen.cite-ref-bmub-79-0[77] Zu diesem Zweck haben die Energieversorgungsunternehmen Rßcklagen zu bilden, deren HÜhe sich Ende 2009 auf etwa 28cite-ref-80[78] Milliarden Euro und Ende 2013 auf etwa 32,5cite-ref-bmub-79-1[77] Milliarden Euro belief. Zur Bildung einer ausreichenden Rßcklage wird vorausgesetzt, dass die Anlagen, insbesondere Kernkraftwerke, fßr die geplante Lebensdauer ausgenutzt werden kÜnnen. Bei vorzeitiger Stilllegung kann dies unter Umständen nicht gewährleistet werden.
Kritiker bemängeln, dass dieses Verursacherprinzip im Zusammenhang mit der SchlieĂung der Schachtanlage Asse zum Teil ausgehebelt werde.cite-ref-81[79] Der GroĂteil der auf Ăźber 2 Milliarden Euro geschätzten Kosten wird vom Bund getragen, da 95 % der eingelagerten Aktivität unmittelbar aus Ăśffentlichen Einrichtungen, v. a. der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) stammt.cite-ref-82[80] Mittelbar kann der von der WAK verursachte Abfall allerdings auf Experimente mit verbrauchten Brennelementen aus kommerziellen Kraftwerken zurĂźckgefĂźhrt werden, so dass Interpretationsspielraum bei der Verursacherfrage besteht. Um die Versorgungsunternehmen dennoch an den Kosten zu beteiligen, wurde 2011 die Kernbrennstoffsteuer eingefĂźhrt, die jährliche Einnahmen von 2,3 Milliarden Euro generieren soll.cite-ref-83[81] Bis Ende 2013 haben die deutschen Energieunternehmen etwa 4 Milliarden Euro Brennelementesteuer gezahlt, die aber mittlerweile aufgrund eines Gerichtsurteiles zurĂźckgezahlt werden mussten.cite-ref-84[82] Nach einem Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums fĂźr Wirtschaft und Energie (2014) besteht die Gefahr, dass die finanzielle Vorsorge der Kraftwerksbetreiber fĂźr den RĂźckbau der Atomkraftwerke und die AtommĂźllentsorgung nicht ausreicht und der Staat die Kosten Ăźbernehmen muss.cite-ref-85[83]
Des Weiteren hat der Bund die Kosten fßr den Rßckbau und die Entsorgung radioaktiver Abfälle der DDR zu tragen. Dies betrifft insbesondere das Endlager Morsleben sowie einen Teil des Inventars des Zwischenlagers Lubmin. Insgesamt belaufen sich die vom Bundesministerium fßr Bildung und Forschung zu tragenden Kosten auf schätzungsweise 3,2 Milliarden Euro fßr den Zeitraum von 2011 bis 2035.cite-ref-86[84]
FĂźr das KKW Greifswald sind Stand 2022 bislang 6,5 Milliarden Euro fĂźr den noch andauernden RĂźckbau angefallen.cite-ref-87[85] Bei einer erzeugten Strommenge von 134 TWh kostet alleine dieser RĂźckbau bislang ca. 4,8 Cent pro dort erzeugter kWh.
Ein weiterer Streitpunkt sind die Ăśffentlichen Ausgaben fĂźr die Sicherung von AtommĂźlltransporten, welche in der Vergangenheit bis zu 25â50 Millionen Euro betrugen.cite-ref-88[86] Dabei ist jedoch zu berĂźcksichtigen, dass Schutz gegen StĂśrungen rechtmäĂiger Aktivitäten eine staatliche Aufgabe ist, deren Kosten nicht dem Betreiber oder Veranstalter dieser Aktivitäten zuzurechnen sind, wie auch am Beispiel von politischen Demonstrationen o. ä. Veranstaltungen deutlich wird.
Bis zum Ende der Wiederaufbereitung deutschen Atommßlls im Jahr 2005 hatten die Versorgungsunternehmen Gebßhren an die britischen und franzÜsischen Wiederaufbereitungsanlagen zu entrichten. British Nuclear Fuels und Cogema verlangten im Jahr 2000 bei Abschluss von Wiederaufarbeitungs-Verträgen mit deutschen Stromkonzernen umgerechnet zwischen 850 und 900 Dollar je Kilogramm Strahlenabfall.cite-ref-89[87]
Siehe auch
⢠Agence Nationale pour la Gestion des DĂŠchets Radioactifs (ANDRA) â FranzĂśsische BehĂśrde fĂźr die Verwaltung radioaktiver Abfälle
⢠Nuclear Waste Services (NWS) â Britische BehĂśrde fĂźr die Verwaltung radioaktiver Abfälle; NWS ist Teil der Nuclear Decommissioning Authority (NDA)
⢠Das Office of Environmental Managementcite-ref-90[88] des Department of Energy (DOE) verwaltet alle US-Aktivitäten im Zusammenhang mit radioaktiven Abfällen seit dem Manhattan-Projekt bis zum Ende des Kalten Krieges.
Literatur
Siehe auch
:
Brennstoffkreislauf
,
Wiederaufarbeitung
und
Radiochemie
Glossar
⢠IAEA: Radioactive Waste Management Glossary. IAEA, Vienna 2003 (englisch, iaea.org).
Fachartikel
⢠F Decamps, L Dujacquier: Overview of European practices and facilities for waste management and disposal. In: Nuclear Engineering and Design. Band 176, Nr. 1â2, November 1997, S. 1â7, doi:10.1016/S0029-5493(96)01335-0 (englisch).
⢠W. E. Lee, R. W. Grimes: Nuclear waste: a UK perspective. In: Energy Materials. Band 1, Nr. 1, März 2006, S. 22â24, doi:10.1179/174892306X101125 (englisch).
⢠Audeen W. Fentiman: Radioactive Waste Management: Storage, Transport, Disposal. In: Robert A. Meyers (Hrsg.): Encyclopedia of Sustainability Science and Technology. Springer New York, New York, NY 2012, ISBN 978-0-387-89469-0, S. 8588â8597, doi:10.1007/978-1-4419-0851-3_29 (englisch).
⢠Gerold Spykman: Dry storage of spent nuclear fuel and high active waste in GermanyâCurrent situation and technical aspects on inventories integrity for a prolonged storage time. In: Nuclear Engineering and Technology. Band 50, Nr. 2, März 2018, S. 313â317, doi:10.1016/j.net.2018.01.009 (englisch).
FachbĂźcher
⢠Stefan J. B. Krawczynski: Radioaktive Abfälle. Aufbereitung â Lagerung â Beseitigung. Karl Thiemig, MĂźnchen 1967.
⢠Der Bundesminister fĂźr Forschung u. Technologie, Referat Presse- u. Ăffentlichkeitsarbeit (Hrsg.): Zielsetzungen, Konzepte und Strategien fĂźr die Behandlung und Lagerung radioaktiver Abfallstoffe aus Kernenergieprogrammen (waste management). Bonn 1978, ISBN 3-88135-062-4.
⢠Banck/Berg/Dyck/Gies/HĂźbschmann/Karlsson/Messer/Oeser/Patermann/Roth/Schmidt/Viehl: Entsorgung von Kernkraftwerken. TĂV Rheinland, KĂśln 1981, ISBN 3-88585-045-1.
⢠C. A. Mawson: Management of Radioactive Wastes. D. Van Nostrand Company, New York 1965 (englisch, archive.org).
⢠Samuel Glasstone, Walter H. Jordan: Nuclear Power and Its Environmental Effects. American Nuclear Society, La Grange Park, IL 1980, ISBN 0-89448-024-3 (englisch, archive.org). (Klassiker)
⢠National Academy of Sciences: End Points for Spent Nuclear Fuel and High-Level Radioactive Waste in Russia and the United States. National Academies Press, Washington, D.C. 2003, ISBN 0-309-08724-4, doi:10.17226/10667 (englisch).
⢠Michael I. Ojovan, William E. Lee: An Introduction to Nuclear Waste Immobilisation. Elsevier, 2014, ISBN 978-0-08-099392-8, doi:10.1016/C2012-0-03562-4 (englisch).
⢠Nuclear Energy Agency: Storage of Radioactive Waste and Spent Fuel. OECD Publishing, Paris 2020 (englisch, oecd-nea.org [PDF]).
⢠Nuclear Energy Agency: Radioactive Waste in Perspective. OECD Publishing, Paris 2010, ISBN 978-92-64-09261-7 (englisch, oecd-nea.org [PDF]).
⢠Man-Sung Yim: Nuclear Waste Management: Science, Technology, and Policy (= Lecture Notes in Energy. Band 83). Springer Netherlands, Dordrecht 2022, ISBN 978-94-024-2104-0, doi:10.1007/978-94-024-2106-4 (englisch).
⢠Manuel GarcĂa-LeĂłn: Detecting Environmental Radioactivity (= Graduate Texts in Physics). Springer International Publishing, Cham 2022, ISBN 978-3-03109969-4, doi:10.1007/978-3-031-09970-0 (englisch).
⢠IAEA (Hrsg.): Radioactive Waste Management. IAEA, Vienna 2023, ISBN 978-92-0-155323-2 (englisch, iaea.org).
SachbĂźcher
⢠Mason Willrich, Richard K. Lester: Radioactive Waste: Management and Regulation. Free Press (Collier Macmillan), London 1977 (englisch, archive.org).
⢠JÜrg Hadermann, Hans Issler, Auguste Zurkinden: Die nukleare Entsorgung in der Schweiz 1945 - 2006 (= NZZ Libro). Verlag Neue Zßrcher Zeitung, Zßrich 2014, ISBN 978-3-03823-890-4.
Filmdokumentationen
⢠Ăric GuĂŠret, Laure Noualhat, 2009: Albtraum AtommĂźll (DĂŠchets, le cauchemar du nuclĂŠaire). 98 min. Edition arte.cite-ref-91[89]
⢠Peter Indergand, 2013: Die Reise zum sichersten Ort der Erdecite-ref-92[90]
Weblinks
Commons
: Radioaktiver Abfall
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠IAEA: SRIS - Spent Fuel and Radioactive Waste Information System. Abgerufen am 12. Februar 2025.
⢠EidgenÜssisches Departement fßr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation: Radioaktive Abfälle. Abgerufen am 17. Februar 2019.
⢠KIT: Website. Institut fßr Nukleare Entsorgung (INE), abgerufen am 12. Februar 2025.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Vergleich der HAW-Definitionen in unterschiedlichen Ländern. (PDF; 54 kB) In: iaea.org. International Atomic Energy Agency, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-22. â IAEA Safety Series No. 111. (Memento vom 22. Oktober 2004 im Internet Archive; PDF)
cite-note-33. â Klaus Remme: Ein ständig wachsendes Problem. In: deutschlandfunk.de. 5. April 2011, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-weltspiegel2011-55. â Die nukleare Erblast der USA (Memento vom 10. April 2011 im Internet Archive), tagesschau.de
cite-note-88. â Philipp Seibt: Suche fĂźr die Ewigkeit. In: Der Spiegel. Nr. 39, 2020, S. 44â45.
cite-note-99. â Richtlinie 2011/70/Euratom des Rates vom 19. Juli 2011 Ăźber einen Gemeinschaftsrahmen fĂźr die verantwortungsvolle und sichere Entsorgung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle, abgerufen am 18. August 2022
cite-note-1010. â Radioaktive Abfälle und abgebrannte Brennelemente â Sicherheitsvorschriften. Zusammenfassung der Gesetzgebung. In: EUR-Lex. Amt fĂźr VerĂśffentlichungen der Europäischen Union, 16. September 2015, abgerufen am 18. August 2022.
cite-note-1111. â AtommĂźll: BrĂźssel erzwingt Antwort auf die deutsche Endlagerfrage. In: zeit.de. ZEIT Verlagsgruppe, 19. Juli 2011, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-1212. â AtommĂźll und Endlager: Erstmals EU-Regeln verabschiedet. In: europa.eu. 19. Juli 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 8. Januar 2013; abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-1313. â Nuklearabfälle: Kommission begrĂźĂt Verabschiedung der Richtlinie Ăźber radioaktive Abfälle. In: europa.eu. 19. Juli 2011, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-1414. â Finland built this tomb to store nuclear waste. Can it survive for 100,000 years? In: science.org. 24. Februar 2022, abgerufen am 28. Juli 2022.
cite-note-1515. â ĐĐ-800 Ńдан в ĐżŃОПŃŃНоннŃŃ ŃĐşŃпНŃаŃаŃиŃ. In: atominfo.ru. Abgerufen am 10. Mai 2018 (russisch).
cite-note-1616. â IAEA PRIS (Power Reactor Information System). In: iaea.org. International Atomic Energy Agency (IAEA), archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 18. Juli 2014; abgerufen am 12. Juli 2018 (englisch).
cite-note-1717. â Wolfgang Kempkens: AtommĂźll: Australien will radioaktiven Abfall mit neuem Kraftwerk weiternutzen. In: wiwo.de. 8. Juli 2015, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-1818. â Australian senator shares nuclear vision. In: world-nuclear-news.org. World Nuclear Association, 12. März 2015, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-1919. â Oscar Archer: Recycling nuclear waste for power generation. In: abc.net.au. 2. März 2015, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-2020. â Deactivating Radioactive Waste In Hundreds, Not Millions, Of Years. In: sciencedaily.com. 23. August 2008, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-iaea-1994-2121. Kirsti-Liisa SjĂśblom, Gordon Linsley: Sea disposal of radioactive wastes: The London Convention 1972 (= International Atomic Energy Agency [Hrsg.]: IAEA Bulletin. Band 2/1994). 1994, S. 12â16 (iaea.org [PDF]).
cite-note-2323. â expert comment on release of waste water from Fukushima into the sea, expected later this year. Science Media Center, 26. Juni 2023, abgerufen am 9. November 2024.
cite-note-ts-100-2424. â Frankreich lädt AtommĂźll in Russland ab: Strahlendes Sibirien (Memento vom 13. Oktober 2009 im Internet Archive)
cite-note-2626. â Andrea Rehmsmeier: âWir atmen Uran, wir essen Uranâ. In: deutschlandfunk.de. 10. Oktober 2009, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-2929. â AtommĂźll, Agenten und die Mafia, videogold.de, SWR vom 19. März 2010 (27 min) Manuskript (PDF; 125 kB)
cite-note-3030. â TĂśdlicher GiftmĂźll in Italien: Ein Mafia-Kronzeuge und die Spur nach Deutschland (Memento vom 11. Februar 2014 im Internet Archive) vom 21. Januar 2014, abgerufen am 18. Mai 2014
cite-note-3131. â Russland entsorgte Sowjet-Atomwaffen in der Ostsee. In: diepresse.com. "Die Presse" Verlags-Gesellschaft m.b.H. & Co KG, 4. Februar 2010, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-3232. â Uranmunition. Gesellschaft fĂźr Anlagen- und Reaktorsicherheit, 12. Juni 2023, abgerufen am 1. November 2024.
cite-note-3333. â Gulf troops face tests for cancer. In: theguardian.com. The Guardian, 25. April 2003, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-3434. â Ein Schild vor dem Forschungsreaktor âTRIGA Mark IIâ warnt am Dienstag (28.07.2009) im Institut fĂźr Kernchemie der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz mit âRadioaktivâ. (Memento vom 20. Dezember 2009 im Internet Archive), wdr5.de
cite-note-tagesschau-l-und-gas-3535. â Gefahren durch radioaktive RĂźckstände: Strahlender Abfall von Ăl und Gas (Memento vom 8. Dezember 2009 im Internet Archive)
cite-note-dlf-hintergrund-3636. â Unbekannte Gefahr â Radioaktive Abfälle aus der Ăl- und Gasindustrie. In: Deutschlandfunk. 5. Februar 2010, abgerufen am 6. Februar 2010.
cite-note-3737. â JĂźrgen DĂśschner: Industrie verschweigt Gefahren durch radioaktive RĂźckstände. In: wdr.de. Westdeutscher Rundfunk, 7. Dezember 2009, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-3838. â Radioaktive RĂźckstände â Probleme aus der ĂlfĂśrderung belasten Anwohner in Kentucky. In: Deutschlandfunk. 9. März 2010, abgerufen am 13. März 2010.
cite-note-3939. â Beitrag: AtommĂźll unterm Spielplatz â Fukushima und die Folgen (Memento vom 10. März 2016 im Internet Archive), zdf.de
cite-note-4040. â Manapg nuclear waste: Options considered. Office of Scientific and Technical Information, 2002, abgerufen am 2. August 2024.
cite-note-4141. â Analysis of space systems study for the space disposal of nuclear waste study report. Volume 2: Technical report. In: nasa.gov. 1. Januar 1981, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar); abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-cherkashin-4242. â Yuri Cherkashin: Wastes on the Sun? â System of disposal nuclear and high toxic wastes. Design. 2004, archiviert vom Original am 11. März 2008; abgerufen am 19. Dezember 2011.
cite-note-4343. â Solarstrom aus dem All â Unbezahlbar fĂźr alle Zeit? (Memento vom 29. November 2011 im Internet Archive) auf drg-gss.org.
cite-note-futron-4444. â Space Transportation Costs: Trends in Price per Pound to Orbit 1990â2000. (PDF; 271 kB) futron.com, 6. September 2002, archiviert vom Original am 11. Juli 2011; abgerufen am 8. Januar 2012 (englisch).
cite-note-4545. â Daniel Haase: Wohin mit dem AtommĂźll? Die verzweifelte Suche nach dem Endlager. In: wdr.de. 5. November 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar); abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-4646. â Bernd Leitenberger: AtommĂźllentsorgung im All. 15. Oktober 2009, abgerufen am 8. Januar 2012.
cite-note-coopersmith-4747. â Jonathan Coopersmith: The Space Review: Nuclear waste in space? (page 1). In: thespacereview.com. 22. August 2005, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-4848. â David Shiga: Blasted into space from a giant air gun. In: newscientist.com. 7. Oktober 2009, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-4949. â Y.G.Cherkashin: Nuclear and other high toxic wastes disposal near a surface of the Sun. (PDF) In: ecosun.org. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar); abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-5050. â Charlene Crabb: Shooting at the moon. In: New Scientist. Nr. 1937. newscientist.com, 6. August 1994 (englisch, newscientist.com [abgerufen am 29. Dezember 2011]).
cite-note-5151. â Lightcraft Propulsion for Launching a Small Satellite. In: mobilityengineeringtech.com. Air Force Research Laboratory, Edwards Air Force Base, California, 1. Februar 2010, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-5252. â Paul Gilster: Lightcraft: A Laser Push to Orbit. In: centauri-dreams.org. 14. August 2009, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
1. Man-Sung Yim: Nuclear Waste Management: Science, Technology, and Policy. Springer Nature B.V., 2022, ISBN 978-94-024-2104-0, doi:10.1007/978-94-024-2106-4.
cite-note-5554. â Bernard L. Cohen: Risk Analyses of Buried Wastes from Electricity Generation. In: Dennis J. Paustenbach (Hrsg.): The Risk Assessment of Environmental and Human Health Hazards. John Wiley & Sons, Inc, 1989 (ecolo.org [PDF]).
cite-note-5755. â Radioaktivität des Meeres. Bundesamt fĂźr Seeschifffahrt und Hydrographie, 11. März 2008, archiviert vom Original am 5. Januar 2011; abgerufen am 7. November 2010.
cite-note-5856. â Studie des Ăko-Institutes zu Sellafield und La Hague durch das BfS. Bundesamt fĂźr Strahlenschutz, 26. Mai 2003, archiviert vom Original am 16. Januar 2011; abgerufen am 7. November 2010.
cite-note-5957. â Abel J. Gonzales: Strengthening The Safety Of Radiation Sources. (PDF) In: iaea.org. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar); abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-6058. â Weapons of Mass Destruction (WMD): Chelyabinsk-65 / Ozersk. In: globalsecurity.org. Abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-6159. â Wo die USA die Reste der Bombe vergraben haben. In: derstandard.de. 27. Oktober 2017, abgerufen am 28. April 2022 (Ăśsterreichisches Deutsch).
cite-note-6260. â New incident at French nuclear plant. In: reuters.com. 8. August 2008, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-6361. â 'It feels like a sci-fi film' â accidents tarnish nuclear dream. In: theguardian.com. 24. Juli 2008, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-6462. â Muriel Boselli: Too many French nuclear workers contaminated. In: reuters.com. 24. Juli 2008, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-6563. â The Radiological Accident in Goiânia. In: iaea.org. Abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-wehrmed53-6664. â Bernd Schmitt: EinfĂźhrung und Optimierung der Personendosimetrie mittels elektronischer Gammadosimeter bei deutschen UNOMIG-Soldaten in Georgien zur Ăberwachung und Risikobewertung hinsichtlich vagabundierender Strahler. In: Wehrmedizinische Monatsschrift. Vol. 53, Nr. 3, September 2009, S. 268â269.
cite-note-6765. â Rashid Alimov: Radioisotope Thermoelectric Generators (Memento vom 13. Oktober 2013 im Internet Archive) bellona.no, April 2005, abgerufen am 7. November 2010
cite-note-6866. â Chernobyl-like slovenliness today: RTGs are being vandalized near Norilsk (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive) (bellona.org, 2006)
cite-note-6967. â Remote Control: Decommissioning RTGs. (Memento vom 6. September 2008 im Internet Archive; PDF; 279 kB) IAEA Bulletin, Volume 48, No. 1 (englisch)
cite-note-7068. â Transport of Radioactive Material. In: world-nuclear.org. World Nuclear Association, Januar 2022, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
cite-note-7169. â Sicherheitsanforderungen beim Transport von radioaktiven Stoffen. In: bund.de. 1. Januar 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar); abgerufen am 24. Juli 2014.
cite-note-7270. â StandAG â Gesetz zur Suche und Auswahl eines Standortes fĂźr ein Endlager fĂźr hochradioaktive Abfälle. In: gesetze-im-internet.de. 5. Mai 2017, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-7371. â Christopher Schrader: Hochradioaktiver Abfall MĂźllhalde fĂźr die Ewigkeit. SĂźddeutsche Zeitung, 29. Oktober 2008, archiviert vom Original am 30. September 2009; abgerufen am 28. Dezember 2011.
cite-note-7472. â Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung. In: Gesetze im Internet. Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 26. Januar 2025.
cite-note-7573. â Gesetz zur Errichtung eines Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung. In: Gesetze im Internet. Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 26. Januar 2025.
cite-note-7674. â Gesetz zur Regelung des Ăbergangs der Finanzierungs- und Handlungspflichten fĂźr die Entsorgung radioaktiver Abfälle der Betreiber von Kernkraftwerken. In: Gesetze im Internet. Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 26. Januar 2025.
cite-note-7775. â Gesetz zur Transparenz Ăźber die Kosten der Stilllegung und des RĂźckbaus der Kernkraftwerke sowie der Verpackung radioaktiver Abfälle. In: Gesetze im Internet. Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 26. Januar 2025.
cite-note-7876. â Gesetz zur Nachhaftung fĂźr Abbau- und Entsorgungskosten im Kernenergiebereich. In: Gesetze im Internet. Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 26. Januar 2025.
cite-note-bmub-7977. â Grundlagen der Endlagerprojekte. In: bmuv.de. Bundesministerium fĂźr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), 29. Juli 2021, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-8078. â Antwort der Bundesregierung auf: Verschiedene Fragen zum Endlager- und AtommĂźllbereich. (PDF; 219 kB) In: bundestag.de. Deutscher Bundestag, 25. Oktober 2010, abgerufen am 28. April 2022 (Frage 24).
cite-note-8179. â GroĂteil der Radioaktivität im AtommĂźlllager Asse II stammt von Energieversorgern (Memento vom 26. Februar 2009 im Internet Archive), greenpeace.de
cite-note-8280. â Herkunft der in der Schachtanlage Asse II eingelagerten radioaktiven Abfälle und Finanzierung der Kosten. (PDF) In: bmub.bund.de. Bundesministerium des Innern und fĂźr Heimat, 5. März 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 14. Mai 2014; abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-8381. â Entwurf eines Kernbrennstoffsteuergesetzes (KernbrStG). (PDF) In: bundestag.de. Deutscher Bundestag, 28. August 2010, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-8482. â Daniel Wetzel: Brennelementesteuer: Bund droht Milliarden-Zahlung an Atomkonzerne. In: welt.de. Axel Springer SE, 19. November 2013, abgerufen am 2. März 2014: ââInsgesamt summiert sich die Gesamtforderung [âŚ] auf mehr als vier Milliarden Euro [âŚ].ââ
cite-note-8583. â Finanzielle Vorsorge im Kernenergiebereich: Etwaige Risiken des Status quo und mĂśgliche Reformoptionen. In: bmwk.de. Bundesministerium fĂźr Wirtschaft und Klimaschutz, 10. Dezember 2014, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-8684. â Antwort der Bundesregierung: Stilllegung und RĂźckbau von Atomkraftwerken und Entsorgung radioaktiver Abfälle â Fragen zur Kostentragung und zu den RĂźckstellungen der Energieversorgungsunternehmen. (PDF) In: bundestag.de. Deutscher Bundestag, 23. November 2011, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-8785. â https://www.atommuellreport.de/daten/detail/akw-greifswald-1-5.html
cite-note-8886. â Malte Conradi: Streit um Kosten fĂźr Polizeieinsatz:Teuer, teurer, Castor-Transport. In: sueddeutsche.de. SĂźddeutsche Zeitung GmbH, 9. November 2010, abgerufen am 9. März 2018.
cite-note-8987. â 21 Milliarden Dollar Einnahmen erwartet: Russland plant Endlager fĂźr AtommĂźll aus dem Westen. In: berliner-zeitung.de. Berliner Verlag GmbH, 11. März 2000, abgerufen am 28. April 2022.
cite-note-9088. â Office of Environmental Management. DOE, 18. Dezember 2024, abgerufen am 12. Februar 2025 (englisch).
cite-note-9189. â Albtraum AtommĂźll â Ein Dokumentarfilm von Eric GuĂŠret & Laure Noualhat. Arte.tv, 19. April 2010, archiviert vom Original am 25. März 2010; abgerufen am 7. November 2010.
cite-note-9290. â diereisezumsicherstenortdererde.ch/de/ (31. Oktober 2016)